Unser T-Pro Hybrid 3.5 näher betrachtet

Im Sensormarkt finden sich mittlerweile sehr viele Anbieter, die gute Alternativen zu den OEM anbieten, was mit vielen Vorteilen für den Autofahrer, aber auch den Werkstattbetreiber und Teilehändler verbunden ist. Den Anfang machten die etablierten Sensorhersteller wir Schrader oder Huf, die dem Aftermarket früh eine Lösung angeboten haben. Hier war der Gedanke, dem stationären Reifenhandel eine Lösung zu bieten, die es ihm ermöglich, den Kunden jederzeit bedienen zu können, ohne hunderte verschiedener Sensortypen in ausreichender Zahl im Lager vorhalten zu müssen. Der Handel konnte, wenn überhaupt, die Sensoren für die gängigsten Fahrzeuge ins Lager legen, obwohl auch hier das Risiko, sie nicht schnell genug zu verkaufen, vorhanden ist. Die Sensorbatterie hält zwar im Ruhemodus sehr lange, aber irgendwann ist auch diese nicht mehr voll und somit haben wir hier einen Wettlauf gegen die Zeit, was dann auch dazu führt, dass die Lager möglichst klein gehalten werden und die Bedarfe zeitnah zugekauft werden müssen. Für eine spontan benötigte Ersatzlösung ist dies aber eine denkbar schlechte Option, wenn das Kundenfahrzeug schon auf der Hebebühne ist.

Ich möchte an der Stelle auch unsere eigenen Erfahrungen mit einbringen, die wir in den letzten Jahren gemacht hatten, damit Ihr besser versteht, wie wir als Händler und Werkstatt diesen Weg gegangen sind, denn wir hatten immer zwei Dinge im Auge, unsere Kunden vor Ort und diejenigen, die sich über unseren Handel mit Sensoren versorgen, also Werkstätten, Händler und auch der Endkunde, der Ersatz sucht oder seinen zweiten Rädersatz mit Sensoren bestückt. 

Wir sahen uns spätestens 2014 vor die Aufgabe gestellt, die jetzt steigenden Zahlen an benötigten Sensoren mit möglichst geringen Lagerkapazitäten vorhalten zu können. Hierbei gab es verschiedene Überlegungen. Viele Kunden wollten unbedingt dieselben Sensoren in den Rädern, wie sie auch ab Werk verbaut waren, hier haben wir mit Schrader, Huf und VDO die Hersteller im Sortiment, die bei den meisten europäischen Fahrzeugen zum Einsatz kommen, dazu ein Lieferantennetz, das uns ermöglicht, jeden dieser OE-Sensoren in kürzester Zeit zu erhalten, um diesen Bedarf zu decken. Andere Kunden wollen ein funktionierendes System, der Sensor muss funktionieren, wobei es ihnen egal ist, ob dies der Originalsensor ist oder eine preiswerte Alternative, speziell bei teuren Fahrzeugen haben die Hersteller der Sensoren auch die Preise entsprechend gestaltet, so dass es vorkommen kann, dass ein Sensorsatz bei 400 EUR liegt, hier interessieren sich die Kunden dann oft für Alternativen, natürlich nur dann, wenn auch sicher ist, dass diese genausogut funktionieren wie die Originale. Natürlich boten die Hersteller selbst zu ihren teueren Produkten keine Möglichkeit, diese mit den Universalsensoren aus ihrem Sortiment zu ersetzen, hier war der Griff ins Lager der Konkurrenz oft der einzige Weg, dies zu lösen.

Alligator hatte dies erkannt und kam dann mit seinem Sens.It auf den Markt, hier war eine bemerkenswerte Abdeckung möglich, zusätzlich wurde auch das PT1-Programmiertool herausgebracht, das einen günstigen Einstieg in diesen Bereich möglich machte. Das einzige Manko damals war, dass man eben auch hier noch ein Programmiertool für die Werkstatt benötigte, um z.B. Sensoren klonen zu können oder auch nur, um sie zu prüfen. Mittlerweile haben wir auch hier sehr günstige Möglichkeiten wie z.B. unser H47-Werkstatt-Tool, mit dem man im Zusammenspeil mit dem PT1 sehr breit aufgestellt ist. Wenn man sich jetzt aber gleich neben dem H47 für den Tyresure T-Pro Hybrid 3.5 entscheidet, hat man alles an der Hand, was man im täglichen Geschäft benötigt, der Einstieg ist selbst im kleinsten Betrieb bezahlbar, dazu aber später noch mehr. Wir hatten mit Alligator also jetzt 2 Sensortypen (RS3 für Metallventile und RS4 für Gummiventile), dazu die 4 gängigen Metallausführungen in Silber, Chrom, Schwarz und Grau, mit denen wir nahezu alle Optionen hatten, die uns im täglichen Umgang mit Kundenfahrzeugen begegneten, darüber hinaus war auch der Service bei diesen Sensoren überschaubar und nicht zu teuer, so dass die Akzeptanz der Kundschaft durchweg positiv ist.

Jetzt hätten wir uns zurücklehnen können und sicher sein können, die optimale Lösung zu haben, wer uns kennt, weiß, dass dies nicht unsere Philosophie ist. Also hatten wir weiter Ausschau nach einer ganzheitlichen Lösung gehalten, hier ergab sich durch unsere Partnerschaft mit dem europäischen Importeur von Ateq-Programmiertools eine sehr gute Option, da diese durch die Zusammenarbeit mit dem Sensorhersteller Hamaton in der Lage waren, eine wirklich flächendeckende Lösung für unsere Überlegungen bereitzustellen, zunächst mit dem T-Pro Hybrid 1.5, der so gestaltet war, dass man damit alle Ventilausführungen mit diesem einen Sensor kombinieren konnte, somit war nur noch ein Sensortyp nötig, um alle Anwendungsfälle abzudecken, auch der spätere Umstieg auf einen anderen Ventiltyp war hier kein Problem, es musste nur das jeweilige Ventil ersetzt werden, was die Kosten auch später gering hält. Zudem ist der Sensor in wenigen Sekunden programmiert, was den Aufwand in der Werkstatt minimiert. Jetzt waren wir also mit einem noch geringeren Lagerbestand in der Lage, nahezu alle Anwendungen zu realisieren. Da aber Tyresure und Hamaton ihre Innovationen nicht hierbei bewenden ließen, folgte schnell der aktuelle 3.5 Hybrid mit sämtlichen Vorteilen des 1.5 und darüber hinaus eine Vorprogrammierung für die gängigen Fahrzeuge von Mercedes und BMW, so dass es hier genügt, den Sensor zu verbauen und loszufahren, bei allen anderen Fahrzeuganwendungen ist in wenigen Sekunden auch diese programmierbar, so dass man immer in der Lage ist, die benötigten Sensoren vorzuhalten und keinen Kunden vertrösten oder wegschicken muss. 

Die Vorteile des T-Pro (der übrigens baugleich als EU-Pro von Hamaton kommt) sind schnell aufgezählt:

  • Gesamtgewicht inkl. Metallventil nur 26g, also deutlich leichter als die meisten Konkurrenten, dies macht sich beim Auswuchten bemerkbar, denn hier gibt es Unterschiede zu anderen Sensoren von bis zu 30g, die ausgeglichen werden müssen
  • Alle Kombinationen von Sensor und Ventilausführungen möglich
  • Hochwertige Elektronik mit NXP-Chipsatz in einem hochwertigen leichten Gehäuse
  • Maxell-Batterien für mindestens 7 Jahre Lebensdauer
  • Auto-Location-Funktionalität für Fahrzeuge, die ihre Sensoren selbst erkennen (LOS, WAL, PAL und SAL)
  • Enthält einen Schutzring (dh eine Unterlegscheibe), mit dem Benutzer den Ventilmutter festziehen können, ohne die Oberfläche des Leichtmetallrads zu zerkratzen
  • Kompatibel mit Diagnosetools führender Hersteller, einschließlich ATEQ
  • 99% ige Abdeckung neuer europäischer direkter TPMS-fähiger Fahrzeuge sowie die Möglichkeit, mit programmierbaren Protokollen einen zukunftssicheren Bestand zu schaffen
  • Mit einem zeitsparenden Multi-App-Code vorprogrammiert, sind sie bereit, eine große Auswahl an BMW- und Mercedes-Benz-Modellen ohne Programmierung aufzunehmen
  • Zeitsparende Programmierung in 1-3 Sekunden, für alle anderen Anwendungen, die nicht schon vorprogrammiert sind
  • Ein attraktiver Preis, der die Lagerhaltungskosten senkt bzw. die Anschaffung eines Winterradsatzes nicht zu sehr verteuert
  • Wer sich für den T-Pro entscheidet, muss keine weiteren Universalsensoren anschaffen
  • Die enge Zusammenarbeit von Ateq und Hamaton/Tyresure ermöglicht schnelle Reaktionen auf neue Fahrzeugtypen, der T-Pro hat in der Regel also immer die Nase vorn, speziell, wenn man mit Tools von Ateq arbeitet
Viele unserer Kunden, die eine freie Werkstatt oder einen Reifenservice betreiben, haben sich für diese Lösung entschieden und sind heute sehr zufrieden mit dieser Entscheidung, unser Vorteil als Anbiter ist natürlich der, dass wir diese Belange aus eigener Erfahrung kennen und dadurch auch wissen, was man vor Ort benötigt, um wettbewerbsfähig zu sein. In Verbindung mit einem aktuell gehaltenen Programmiertool hat man dadurch immer ein aktuelles Sensorprogramm im Lager. Durch die Hereinnahme des Hamaton H47 in unser Sortiment haben wir dafür die optimale Voraussetzung geschaffen, das Gerät ist inklusive 5 Jahre Updatelizenz, und verfügt darüber hinaus über einen integrierten OBD-II-Anschluss, mit dem man auch diese Anlernprozesse durchführen kann, ohne teuere Zusatzhardware anzuschaffen. der Hersteller des H47 ist Ateq, somit ist hier ein renommierter Hersteller gegeben, hier erhält man das Know-How, das man schon von den anderen Ateq-Toolk kennt und schätzt. Natürlich ist auch für Besitzer der anderen aktuellen Ateq-geräten der T-Pro eine sehr gute Wahl, denn auch hier gilt das oben gesagte.

Neben dem T-Pro haben wir im Lager nur ein paar Sätze des Max-Total liegen, um die wenigen US-Importe bedienen zu können, die mit (den in Europa verbotenen) 315 MHz unterwegs sind. Diese speilen aber im normalen Werkstattalltag nur eine untergeordnete Rolle, wir liefern diese bei Bedarf fertig konfektioniert und programmiert aus, unsere Kunden können sich also in diesem Ausnahmefall auch auf uns verlassen.

Und bei viel Licht ist sicher auch viel Schatten.... Gibt es Nachteile mit dem T-Pro?

  • Wir hatten einen Audi A8 aus 2003), der damit nicht funktionieren will, hier half nur ein CUB-Sensor. Allerdings haben wir den Fall an Tyresure weitergegeben, hier wird derzeit geprüft, wo der Fehler liegt, eventuell wurde das Protokoll von Huf nicht korrekt implementiert, ich bin sicher, die Lösung zu dem Problem ist in Arbeit. Weitere Fälle auch mit exotischen Fahrzeugen (z.B. ein kürzlich bedienter Ferrari 458) sind uns nicht bekannt. Solche Probleme kennen wir allerdings auch bei anderen Sensorherstellern, so hatte man bis ins Frühjahr Probleme bei Max-Sensoren in Verbindung mit neueren BMW-Modellen, dies ist mittlerweile behoben, das wird auch beim T-Pro mit dem Audi sicherlich zeitnah der Fall sein.

  • Der Preis erscheint vielen Kunden verdächtig niedrig. Dadurch haben viele Leute Bedenken, diese Sensoren zu wählen, weil sie Nachteile befürchten. Wir haben den Sensor absichtlich preiswert kalkuliert, gehen also den Weg, einen reellen Preis dafür aufzurufen, der die Produktkosten und einen kleinen Gewinn beinhaltet. Die Kalkulation anderer Hersteller beruht in der Regel auf den maximal erzielbaren Preis, der nicht unbedingt mit den Herstellkosten als Basis ermittelt wird. Hier wird oft an den Ersatzteilpreisen der Hersteller eine Kalkulationsbasis geschaffen, was bei Universalsensoren von vornherein ausgeschlossen ist, da die Verwendung erst mit der Programmierung feststeht.

  • Wer billig kauft, kauft zweimal.... Auch diesen Satz kann ich direkt so unterschreiben. Allerdings nicht, weil der erste Kauf ein Fehlgriff war, sondern sich als gute Wahl herausgestellt hat und die Kunden nach anfänglicher Skepsis immer wieder kommen und sich weitere T-Pro holen. Wir haben schon Kunden, bei denen OE günstiger gewesen wäre, die sich aber dennoch für den T-Pro entschieden haben, obwohl wir sie darauf hingewiesn hatten. Die größere Flexibilität gibt hier oft den Ausschlag, hier beim Kauf ein paar Euro mehr zu investieren, wir hatten hier viele Kundengespräche, die allesamt in diese Richtung tendierten.

Warum bekomme ich diese Teile nicht beim normalen Großhandel?

  • Die Konzepte dieser Händler sind anders gelagert als die des Reifenhandels, daher werden die Hersteller zum Zuge kommen, die ihren Support bis zum Kunden durchreichen, der klassische Großhandel hat hier eine andere Zielgruppe. Der Reifenhandel bezieht sein Material über andere Kanäle, da es hier mitllerweile spezialisierte Unternehmen gibt, die dem Thema die entsprechende gewichtung beimessen. Hier sind neben den etablierten OE (Schrader, Huf, VDO) vielleicht noch Alligator und Alcar im Sortiment, weitere Hersteller würden ein weitergehendes Engagement bei Supportfragen und After-Sales-Services erfordern, was momentan so noch nicht gegeben ist. Wir haben auch schon daran gedacht, den Großhandel auf den T-Pro anzusprechen, allerdings wird dieses Thema immer noch stiefmütterlich behandelt, obwohl die Uhr der ersten massenweise verbauten Systemen am Ablaufen ist und man sich dann einer höheren Nachfrage gegenübergestellt sehen wird. Hier kommt dann aber der Umstand zum Tragen dass die Fahrzeuge oft nicht mehr in den Vertragswerkstätten gewartet werden und die Kunden preisgünstige Lösungen fordern werden. Dies wird aber von den Großhändlern flächendeckend verkannt, auch deren Werkstattkunden sind oftmals immer noch nicht mit den richtigen Diagnosetools ausgestattet, teilweise liegt es sogar daran, dass die Verkäufer vor Ort hier keine Ahnung von der Materie haben und viele Kleinbetriebe dann lieber beim OE zugreifen, um das Lichtchen im Armaturenbrett zu löschen, ich weiß an der Stelle nicht, wie oft da findige Zeitgenossen noch im Hof der Werkstatt den Fehler wegquittieren und danach die Werkstatt wegen eines Sensors in Regress nehmen, weil man sich zuvor nicht die Mühe gemacht hat, die Sensoren zu prüfen. 

  • Ob sich diese Situation verändert? Wir denken, ja, denn irgendwann wird auch der letzte Händler sich Gedanken machen, wie er seine Kosten niedriger halten kann, auch die Werkstätten werden irgendwann komptetenter sein und diese smarten Lösungen von den Großhändler fordern. Das ist dann der Zeitpunkt, wo dann die Sache überdacht wird. Natürlich reagieren auch die Hersteller, so hat Schrader jetzt sein EZ-Go auf den Markt gebracht, das auch gängige deutsche Fahrzeuge vorprogrammiert hat, allerdings muss man sich bei der Ventilvariante festlegen und der Sensor ist deutlich schwerer als der T-Pro.